Sonntagnachmittaglektüre

Kennen Sie das? Das Wetter ist für den Sonntagnachmittag zu lausig, der Kühlschrank gibt nichts Gescheites her, TV und Internet verkommen zur Langeweile, Sie haben bereits alles Appetitliche gegessen, getrunken und vernascht, auf Freunde und die buckelige Verwandschaft im Augenblick aber nicht die Nerven. Was nun?
 
Ostermontagnachmittag ... wie wäre es mit der Geschichte von Jesus Kreuzigung? Sie hat es in sich, dort wird gezeigt, warum die Juden heutzutage noch zu Unrecht eine Schuld tragen, der Ruf des guten alten Judas wird reingewaschen, Petrus vermasselt beinahe die Geschichte und Jesus hat plötzlich viel Zeit - eigentlich zuviel, wie sich bald herausstellen sollte...
 
Christus, der historische Christus ist nicht gekreuzigt worden... Er hatte keine Absicht, auf diese Weise zu sterben; aber andere fanden, daß eine Kreuzigung nötig wäre, um die Prophezeiungen in allen Stücken zu erfüllen. Christus hat nicht daran teilgenommen. Es hat eine Verschwörung gegeben, in der Judas eine Rolle gespielt hat, einen Versuch, aus Christus einen Märtyrer zu machen. Der dafür ausersehene Mann stand unter Drogen - daher die Notwendigkeit, ihm das Kreuz tragen zu helfen (siehe Lucas, 23) und es war ihm eingeredet worden, er sei Christus.
 
Er glaubte das. Er war einer der Irregeführten, aber er war auch von sich aus davon überzeugt, daß er, und nicht der historische Christus, die Prophezeiungen erfüllen müsse.
 
Maria kam, weil sie den Mann bedauerte, der sich für ihren Sohn hielt. Sie war aus Mitleid anwesend. Die verantwortliche Gruppe wollte, daß es so aussah, als hätte eine bestimmte Partei der Juden Christus gekreuzigt. Sie hatten es sich nicht träumen lassen, daß das ganze jüdische Volk einmal die »Schuld« davontragen würde.
 
Die Grabstätte war leer, weil diese selbe Gruppe den Körper wegtransportiert hatte. Maria Magdalena hat Christus jedoch unmittelbar danach gesehen (siehe Matthäus, 28).
 
Christus war ein großes Medium. Er hat die Wunden dann an seinem eigenen Körper aufbrechen lassen und ist seinen Anhängern sowohl leiblich als auch im außerkörperlichen Zustand erschienen. Er hat ihnen klarzumachen versucht, was geschehen war und in welcher Lage er sich befand, aber die, welche an der Verschwörung nicht teilgehabt hatten, verstanden ihn nicht und mißdeuteten seine Aussagen.
 
Petrus hat deswegen den Herrn dreimal verleugnet und gesagt, er kenne ihn nicht, weil er festgestellt hatte, daß jener Mensch nicht Christus war. Die Anklage: »Petrus, warum hast du mich verlassen? « kam von dem Mann, der sich für Christus hielt - dem unter Drogen. Judas hat auf diesen Mann hingedeutet. Er wußte von der Verschwörung und befürchtete, daß sie den wirklichen Christus einfangen könnten. Deshalb hat er der Obrigkeit einen Mann überantwortet, der als selbsternannter Messias galt - um das Leben des historischen Christus zu retten, nicht zu zerstören.
 
Auf symbolischer Ebene war jedoch in der Kreuzigungsvorstellung als solche das tiefe Dilemma der menschlichen Psyche und dessen Bedeutung enthalten, und so wurde die Kreuzigung per se eine viel größere Realität als die eigentlichen physischen Geschehensabläufe der damaligen Zeit.
 
Nur im Wahn Befangene sind in Gefahr oder imstande, ein solches Selbstopfer zu bringen, oder finden es notwendig. Nur diejenigen, die noch an Vorstellungen von Verbrechen und Strafe gebunden sind, würden sich von einem solchen religiösen Drama angezogen fühlen und in ihrem einen tiefen Widerhall ihrer eigenen subjektiven Gefühle finden.
 
Christus hat jedoch hellseherisch gewußt, daß diese Ereignisse in der einen oder anderen Form eintreten würden und hat die wahrscheinlichen Dramen, die sich daraus entwickeln könnten, vorausgesehen. Der betroffene Mann konnte von seiner subjektiven Entscheidung nicht abgelenkt werden. Er wollte sich opfern, um die alten jüdischen Prophezeiungen wahrzumachen, und war nicht davon abzubringen.
 
Als Christus beim letzten Abendmahl sagte: »Das ist mein Leib, und das ist mein Blut«, wollte er damit zeigen, daß der Geist in aller Materie ist - mit ihr verbunden und doch von ihr getrennt - und daß sein eigener Geist vom Körper nicht abhängig war. Er wollte auf seine Weise damit auch andeuten, daß man ihn fortan nicht mehr mit seinem Körper identifizieren sollte, denn er wußte, daß der Leichnam nicht sein eigener sein würde.
 
Dies wurde alles mißverstanden. Darauf änderte Christus seine Taktik und erschien von nun an seinen Anhängern ziemlich häufig in außerkörperlichem Zustand. (Siehe Johannes, 20, 21; Matthäus, 28; Lukas, 24.) Vorher hatte er das nicht in dem Maße getan. Er hat jedoch den Versuch unternommen, ihnen zu sagen, daß er nicht tot sei, aber sie haben es vorgezogen, dies symbolisch zu nehmen.
 
Seine physische Gegenwart war nicht länger erforderlich und unter den gegebenen Umständen sogar peinlich. Da hat er einfach aus ihr herausgewollt.
 
Er wußte, daß ihm ohne die Wunden niemand glauben würde, daß er es selber sei, weil die anderen so fest überzeugt waren, daß er mit diesen Wunden gestorben war. (Siehe Johannes, 20.) Sie waren als ein Erkennungszeichen gedacht, das sich erübrigen würde, sobald er die wahren Umstände erklärt hatte.
 
Er aß zum Beispiel, um zu beweisen, daß er noch am Leben war (Johannes, 21; Lukas, 24 etc.), doch sie haben das einfach so verstanden, daß der Geist an der Nahrung teilhaben könne. Sie wollten glauben, daß er gekreuzigt wurde und wiederauferstanden war.
Nun kann man den Bogen von dem Passus:
 
"Als Christus beim letzten Abendmahl sagte: »Das ist mein Leib, und das ist mein Blut«, wollte er damit zeigen, daß der Geist in aller Materie ist - mit ihr verbunden und doch von ihr getrennt - und daß sein eigener Geist vom Körper nicht abhängig war."
 
zur Wissenschaft schlagen. Kurz vorher gibt es allerdings noch die Frage mit dem Entstehen des Lebens zu klären.
 
Die Wissenschaft glaubt für sich erkannt zu haben, für die Entstehung von Leben (oder sollte ich sagen "Bewusstsein"?) reiche es, ein paar tote Substanzen in Form chemischer Elemente im richtigen Verhältnis zusammenzumischen, es ein paar Tage unter der Einwirkung von Hitze und Hochspannungsentladungen köcheln zu lassen und schon habe man die besten Aminosärenmoleküle hergestellt, die sich später als chemische Evolution zum Leben mausern (siehe auch das "Miller-Urey-Experiment").
 
Hallo? Gibt es denn niemand der aufsteht und den Wissenschaftlern ihr eigenes Zerrbild vor die Nase hält? Hallo, aufwachen!!! Es ist schlicht nicht möglich, aus toter Materie Leben oder gar Bewusstsein zu schaffen!
 
Ähem .. glauben Sie auch an diese Theorie? Nun mal angenommen, man wollte diese Theorie nur einen Augenblick ernst nehmen - was macht denn den den Umstand aus, aus toter Materie Leben entstehen zu lassen? Wenn das so einfach sein sollte, steht einem fühlenden und lebendigem Roboter oder Kindern nach Bauplan ja nichts mehr im Wege. Kennen Die die Geschichte von Dr. Frankenstein? Auch wenn sie je nach Ausführung leicht gruselig erscheinen mag ist sie völlig unsinnig. Aber nach Theorie der Wissenschaft müsste es dann ja doch möglich sein. den Sprung über die Grenze der Aminosären liegt ja weit hinter einem. Das hat genauso viel Charme, als wolle man Tote zum Leben erwecken ...
 
Zurück zur Aussage Jesus, dass Geist in allem steckt. Betrachtet man die Atome und teilt diese immer weiter, kommt man am Atomkern vorbei, der wiederrum aus Quarks besteht und diese nach heutiger Wissenschaft aus Strings. Diese bisher nur in der Vorstellung vorhandenen Strings sind tatsächlich Bewusstsein und sie haben einen elektrischen Charakter. Diese Welt besteht aus Bewusstsein, es ist der Teil von dem, was die Menschen einem höheren Wesen zuschreiben, wie immer man es auch nennen will. Wir schwimmen geradezu in einem Meer aus Bewusstsein, wir sind ein Muster in diesem Meer, wie auch jeder Stein, jede Blume und jedes Tier.
 
Hier eine Trennung herbeizuführen gehört zu einem typischen Merkmal unseres Egos, das sich erst im Laufe der Evolution dahingehend entwickelt hat. Auf jeden Fall kommt damit den Aussagen "Hebe einen Stein auf und Du wirst mich finden, spalte ein Stück Holz, und ich bin da" für das, was man gemeinhin als Schöpfer betrachtet, schon ganz gut hin. Also zumindest aus Sicht der Philosophie deckt das einen gewissen Klärungsbedarf..
 
Mit dem Bild eines allumfassenden Bewusstseins, aus dem die Materie aufgebaut ist, bekomt man das Miller-Urey-Experiment einen ganz anderen Charakter. Dabei würde das Experiment die Bausteines des Lebens (die Aminosären) eben nicht aus toter Materie zusammensetzen, es würde das bereits bestehende Bewusstsein nur einer höheren Komplexität zuführen. Das ist etwas völlig anderes, als von toter Materie auszugehen, die man auf Hexenart mit Krötenblut und Spinnenbeinen zusammenmixt.
 
Die Geschichte mit der Lichtgewindigkeit - die Geschwindigkeit des Lichtes im Vakuum ist auf Millimeter genau bekannt, sie hat einen Wert von ... 300.000 Kilometer pro Sekunde. Der genau Wert spielt im Moment keine Rolle. Eher schon die Frage, warum ist sie eigentlich genau so schnell und nicht viel schneller?
 
Sie kennen das Problem? Nehmen wir an, Sie fahren im Zug und leuchten mit ihrer Lampe in Fahrtrichtung, dann müssten sich die Geschwindigkeiten des Lichtstrahles und das des Zuges für einen außenstehenden Betrachter addieren. Daraus folgt eine Geschwindigkit, die größer ist als die Lichtgeschwindkeit. Das wurde messtechnisch aber bewiesen, dass es eben nicht so ist, das einzige, was sie ändert ist die Frequenz des Lichtes, sie wird um den Teil der Zuggeschwindigkeit erhöht.
 
Einer für mich mich sehr charmant klingenden Theorie zufolge könnte es sich aber aber auch so verhalten, dass die Geschwindigkeiten sich tatsächlich addieren, wir es aber aufgrund der begrenzenden Ausbreitungs- und verarbeitungsgeschwindigkeit der Informationen in der Messtechnik gar nicht darstellen können. Will sagen, es scheitert an der Messtechnik. Vielleicht könnte die Hochgeschwindigkeitkamera mit einer Billion Bilder pro Sekunde dabei helfen, diese Theorie zu bestätigen?
 
Eine andere Theorie geht einen anderen Ansatz. Schallwellen breiten sich mit ca 340 Metern pro Sekunde in der Luft aus und mit mehreren Kilometern pro Sekunde in Stahl. Warum? Der Schall ist nichts anderes als Dichteschwankungen in einem Medium. Was ist Licht? Die Dualität zwischen Welle und Teilchen, was an sich schon einmal sehr beachtenswert ist. Wenn sich Licht aber wie eine Welle verhält, muss es sich auch in einem Medium ausbreiten. oder anders definiert, ohne ein Medium kann sich keine Information ausbreiten. Nimmt man aus den oben angeführten Informationen das Bewusstsein als grundlegenden Teil dieses Universum an, dann kann dieses auch eine Struktur darstellen, die wir als Raum bezeichnen und die aufgrund des elektrischen Charakters der Strings oder des Bewusstseins das Medium für die Ausbreitung des Lichtes darstellt. das Licht wechselwirkt also mit dem Raum, das dem Licht damit eine maximale Ausbreitungsgeschwindkeit vorgibt.
 
Gleichzeitig erklärt es auch den Zustand der Dualität. Ein Photon durchquert den Raum als Teilchen, wechselwirkt mit dem Raum, welcher wiederrum diese Informationen auf den ihn umgebenden Raum überträgt und sich wellenartig ausbreitet. Aufgrund des elektrischen Charakters des Raumes wäre dieser sogar in der Lage, Energie zu speichern, zumindest für den Augenblick, in dem ein Photon seine Ladung von "Raumteilchen" zu "Raumteichen" übergibt. Da gespeicherte Energie sich mathematisch auch in Masse umrechnen lässt, kann das auch als ein fehlendes Teil bei der Suche nach Dunkler Materie gesehen werden.
 
Last Update: 09.04. 2012